IMPULSE – DER AKTUELLE KOMMENTAR
zur Meldung vom 03.01.2010:
Der Turm von Dubai, das höchste Gebäude der Welt, wird eröffnet
"160 Etagen, 800 Meter hoch – der ´Burj Dubai` (Turm von Dubai) ist das mit Abstand höchste Gebäude der Welt.- Rekordhalter war bisher das 508 Meter hohe Gebäude ´Taipei 101` in der Hauptstadt Taiwans.- 160 Etagen hat das vom US-Architekten Adrian Smith entworfene Gebäude, mehr als tausend Wohnungen, Büros und ein Armani-Luxushotel sollen darin entstehen.- Nach Einschätzung von Experten könnte der Rekord-Wolkenkratzer allerdings womöglich das letzte gigantische Bauprojekt in Dubai sein – und so zum Mahnmal für den wahnwitzigen Bauboom werden, der den Wüstenstaat letztlich an den Rand des Untergangs führte. Ende 2009 hatten die Finanzprobleme des Emirats die Börsen weltweit erschüttert."-
Ich habe nichts gegen hohe Türme.- Zwar habe ich Höhenangst. Das hält mich aber nicht davon ab die beeindruckende Aussicht von hohen Gebäuden zu genießen. Zuletzt war ich auf dem ´Top of Africa` in Johannesburg mit immerhin 50 Etagen.- Hohe Türme zu bauen ist nicht an sich schon eine Verfehlung. Dennoch hat mich diese Meldung sofort an die biblische Erzählung vom Turmbau zu Babel erinnert. Auffällig ist, dass beide Türme geografisch in der gleichen Region angesiedelt sind. 1. Mose 11,4 lesen wir: "Sie sagten: »Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, der bis an den Himmel reicht! Dann wird unser Name in aller Welt berühmt.«"- Warum wurde der Turm von Dubai gebaut? Um bekannt und berühmt zu sein? Es der Welt, vor allem aber den arabischen Brüdern zu zeigen, soll ein starkes Motiv für den Scheich Mohammed al Maktum von Dubai gewesen sein. Doch dann kam die Finanzkrise und die Zahlungsunfähigkeit. Es kam zur Pleite des staatlich-privaten Investitions-unternehmens Dubai World, das vor dem Zusammenbruch nur dadurch gerettet werden konnte, dass ein benachbartes Emirat einen Großteil der Schulden übernahm. Gehört der Turmbau zu Dubai mit unter das Urteil des "Worldwatch Institute", das in einer Studie 2009 feststellt: "Die Weltfinanz- wie die Klimakrise sind das Ergebnis eines stürmischen ökonomischen Wachstums, das auf ungedeckten Wechseln beruhte."? Dr. phil. Jos Schnurer, Hildesheim, schreibt:
"Ob wir weiter wie bisher "Immer-weiter-immer-schneller-immer-mehr-immer-höher" bauen und leben wollen, oder ob ein Perspektivwechsel möglich ist, das entscheiden wir selbst; z. B. auch dadurch, dass wir uns in lokalen und globalen Zusammenhängen engagieren und nicht andere alleine ihre Türme bauen lassen. Die Konstruktion des höchsten Gebäudes der Welt mag eine technische Herausforderung und ein Hinweis auf die Machbarkeit menschlichen Lebens sein; sie ist aber auch ein Fingerzeig, dass der Mensch nicht alles machen darf, was er kann; jedenfalls dann nicht, wenn der Nutzen des einen zum Schaden für den anderen wird, ökonomisch, ökologisch und human!"-
Eine gründliche ethische Bewertung müsste viele Faktoren berücksichtigen. Das ist im Rahmen dieses kurzen Kommentares nicht möglich. Dennoch halte ich es für angebracht, kritische und warnende Töne anzuschlagen. Zwei Bibelworte möchte ich deshalb noch in diesen Zusammenhang stellen. In der Geschichte vom Sündenfall hören wir die Stimme des Versuchers wie eine innere Stimme: "Ihr werdet sein wie Gott!" Als die Menschen dann das ihnen von Gott gegebene Maß nicht mehr beachteten, kam es zur Katastrophe. (1. Mose 3,5ff) Und aus Lukas 14,28 zitiere ich ein Wort Jesu: "Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen?" Übertragen heißt das: Wenn jemand ein Projekt plant, muss er auch die globalen Auswirkungen mit bedenken für den Fall, dass er sein Vorhaben nicht zu Ende führen oder nicht mehr finanzieren kann.- Die maßlose Übersteigerung vieler Menschen und Mächte, verbunden mit Überheblichkeit, Rücksichtslosigkeit und Egoismus, ist sicher abzulehnen. Der Turm von Dubai kann deshalb keine Begeisterung bei mir wecken. Mit dem Geld hätte man viel gegen die Armut in dieser Welt tun können.-
Mit herzlichem Gruß an alle Leser Helmut Schwarze
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Projekt geben, das von unserm Bund verantwortlich durchgeführt wird:
Westbund. Johannes Arndt wird 1966 neuer Bundesvorsitzender, 1973 Günter Hitzemann. 1967 wird Gerhard Claas Bundesdirektor (s. Bild) lals Nachfolger von Rudolf Thaut, der 1968 Direktor des Theologischen Seminars wird. Willi Grün wird 1965 Redaktionsleiter im Verlagshaus. Es beginnt eine Zeit der Neuordnung und Konsolidierung, weil Bisheriges instabil wurde. Verfassung, Wahlordnung und Rechenschaft vom Glauben werden neu erarbeitet. Der Bruderrat der Brüdergemeinden konstituiert sich. Manfred Otto, seit 1970 Bundesdirektor, führt die Bezeichnung „Bundesmissionshaus“ ein und strebt einen Neubau an. Die Kontakte mit den anderen Freikirchen werden verstärkt, besonders auf den Gebieten Rundfun-karbeit, Ausbildung und Diakonie.
diakonische Werke und Einrichtungen bauen ihre Arbeit aus, aber den Diakonissenmutterhäusern fehlt es an Nachwuchs. Walter Füllbrandt wandelt das bisherige Albertinen-Mutterhaus in Hamburg in ein modernes Diakoniewerk um, dem neben den Diakonissen auch Angestellte und Ehrenamtliche angehören.